Jonah @ Keller Klub, Stuttgart [16. September]

Jonah


10
16.
September
20:00 - 23:00

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Keller Klub
Rotebühlplatz 4, 70173 Stuttgart
Fuerteventura, abseits der üblichen Touristen-Hotspots: Ein wolkenloser Himmel, azurblaues Meer und endlose Sandstrände. Kontrastiert wird diese paradiesisch-kitschige Postkartenromantik schon wenige Meter weiter in Richtung Landesinnere von einer fast unwirklichen Mondlandschaft aus schwarzem Vulkangestein, schroffen Felsklippen und einer Hand voll Kakteen, die in der lebensfeindlichen Einöde der glühenden Hitze trotzen. Eine bizarre Inselkulisse, deren gegensätzliche Schönheit sich auch im träumerischen Kopfkino-Sound von JONAH niedergeschlagen hat. Nachdem das Berliner Duo 2014 mit dem Track „All We Are“ einen der beliebtesten Songs des Jahres ablieferte, erscheint nun mit „Wicked Fever“ das ungeduldig erwartete Debütalbum der beiden Klangtüftler.

Mit ihrem Ohrwurm „All We Are“ wurden JONAH vor zweieinhalb Jahren über Nacht einem Millionenpublikum bekannt: Der Track entwickelte sich in buchstäblicher Schallgeschwindigkeit zum Titelsong einer der erfolgreichsten TV-Kampagnen eines großen Telefonanbieters. Mittlerweile konnten Angelo Mammone (Sänger) und Christian Steenken (Gitarrist) mehr als 14,5 Millionen Plays auf Spotify und über 2 Millionen Youtube-Views generieren. Auch live hat sich das Duo während seiner beiden gefeierten Headlinertouren durch die gesamte Republik in 2015 und 2016, einen hervorragenden Namen erspielt und war im Vorprogramm von Joris und Jimmy Eat World-Frontmann Jim Adkins zu erleben. Mehr als zwei Jahre Zeit haben sich JONAH genommen, um an ihrem ersten Album „Wicked Fever“ zu arbeiten, mit dem die Berliner nun nahtlos an den Sound von „All We Are“ anschließen.

Zeit — das zentrale Schlüsselwort zum Verständnis von JONAH und ihrer Musik. Wo andere Bands sofort nach ihrem großen Hit ein Album mit oftmals eher durchschnittlichen Songs nachschießen, da tüfteln die beiden Kindergartenfreunde aus dem norddeutschen Brake lieber bis zur Perfektion an neuen Ideen. JONAH haben sich ganz bewusst gegen einen unüberlegten Longplayer-Schnellschuss und den damit verbundenen One-Hit-Wonder-Fame entschieden, sondern in aller Ruhe in sich hineingehorcht, um ihren eigenen Weg auszuloten. DIY – do it yourself, von jeher die erklärte Maxime der beiden Musiker, die auf „Wicked Fever“ von ihren bisherigen Erlebnissen und Erfahrungen erzählen. Von ganz persönlichen Befindlichkeiten, über äußere Beobachtungen bis hin zum tagtäglichen Existenzkampf einer Newcomerband auf dem Sprung zum Durchbruch. „Da wir keinen Filter wie ein Label oder Management hatten, bekamen wir tausende Anfragen aus aller Welt direkt über unsere Facebook-Seite“, darunter auch verlockende Vertragsangebote der großen amerikanischen Plattenfirmen, Sampler-Anfragen und Aufträge für Filmmusiken. „Alles ist von einem Tag auf den anderen auf uns eingeprasselt. Es ging schließlich so weit, dass wir uns irgendwann entschlossen, einfach keine Mails mehr zu öffnen, um uns wieder ganz auf unsere Musik konzentrieren zu können", erinnert sich Christian Steenken.

Ab Januar 2015 begannen JONAH in der Abgeschiedenheit Fuerteventuras mit dem Songwriting zu „Wicked Fever“. Irgendwo zwischen dem Ozean und vulkanischer Einöde; ohne Handy- oder Mailempfang, dafür aber mit fein ausgerichteten Antennen, mit denen das Duo die irreale Atmosphäre in seinem entschleunigten Indie Pop Noir-Sound eingefangen hat. 11 Songs, die sich wie körnige Schwarzweiß-Polaroids vor dem inneren Auge zu einem bilderstarken Kopfkino-Soundtrack entfalten. JONAH kombinieren organische Instrumente mit elektronischen Elementen, einem atmosphärsich-schwebenden Synthetik-Überbau und den melancholischen Vocals von Sänger Angelo Mammone zu ihrer ganz eigenen, sofort wiedererkennbaren Klangästhetik. Ein manchmal bittersüß-verhallter, manchmal dramatisch treibender Hybridmix zwischen Traum und Wirklichkeit, Hell und Dunkel, Licht und Schatten. Ein Kaleidoskop aus tausend Schattierungen, bei dem Text, Musik und Sound gleichberechtigt in einander fließen. „Wir haben alleine monatelang am richtigen Sound gefeilt.“, ergänzt Angelo. “Und haben nicht versucht etwas zu erzwingen, alles ist langsam gewachsen und hat sich entwickelt. Der Albumtitel `Wicked Fever` spiegelt ein unbeschreibliches Gefühl wieder. Wie eine besondere Spannung, die in der Luft liegt. Man kann sie deutlich spüren, ohne zu wissen, was genau es ist.“ Ähnlich unscharfen Momentaufnahmen, die manchmal vor dem geistigen Auge aufflackern und die sowohl die euphorischen Augenblicke abbilden, wenn Tausende die eigenen Lyrics mitsingen, aber auch von den Mühen einer jungen Formation erzählen, ihren selbst gesteckten Erwartungen gerecht zu werden. „Wir malen mit Worten und Tönen, um gewisse Stimmungen zu transportieren. Man darf sich als Hörer gerne fragen, warum es eigentlich geht. Wir wollen nichts vorgeben, sondern die eigene Phantasie anregen. Aus der Verbindung von Text und Musik kann man oft erahnen, was ich in den Songs versuche zu beschreiben.“

So wie in der Neuaufnahme des großen Durchbruchhits „All We Are“, dem luftigen „Run“, dem sphärischen „So High“, dem psychedelisch nach vorne gehenden Lovesong „DNA“ oder der zweiten Single „Deep Deep Blue“. „Dieser Track war der erste Song, den wir nach „All We Are“ geschrieben haben. Der Text handelt bei dem Song von der Erfahrung, nicht zu wissen, wie es mit einem weiter geht. Davon, einfach ins tiefe Wasser zu springen, ohne abschätzen zu können, was passieren wird. Eine Art positiver Blick auf das, was noch vor einem liegen mag“, erklärt Angelo Mammone. Mit „Wicked Fever“ veröffentlichen JONAH ein Gesamtkunstwerk aus Text, Ton, Klang und Artwork, für das das Duo eine enge Kooperation mit dem australischen Maler Aaron Kinnane eingegangen ist, der sich mit seinen Bildern für das komplette Album-Artwork verantwortlich zeichnet. Zudem hat man in Zusammenarbeit mit dem australischen Kalligraphen Matt Vergotis eine eigene handgeschriebene Schrift entwickelt, die den besonderen Charakter der Songs visuell auf einzigartige Weise unterstreicht. „Mit der Platte laden wir unser Publikum ein zu einem Roadtrip in unsere Gedanken- und Gefühlswelt“, so Angelo Mammone abschließend. „Wir möchten die Zuhörer mit unserem `Wicked Fever` anstecken!“
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